Auf der Abteilungsversammlung am 12.02.2010 gab es eine Entscheidung ohne Gegenstimme für die Einführung eines Abteilungsbeitrages von 3 €/Monat für alle. 42 Mitglieder stimmten für den Vorschlag des Abteilungsleiters bei einer Enthaltung. Da solche Spartenbeiträge nur von der Hauptversammlung des Vereins beschlossen werden können, haben die Basketballer einen entsprechenden Antrag fristgerecht zur Hauptsammlung am 05.03.2010 gestellt und begründet. Der Antrag wurde angenommen, so dass jetzt rückwirkend zum 01.01.2010 der Beitrag eingeführt wird. Er wird zukünftig mit dem Normalbeitrag eingezogen. Alle Mitglieder, die Ihre Beiträge per Überweisung zahlen, werden gebeten, Ihre Überweisungen anzupassen. Die Abteilungsversammlung hat gleichzeitig beschlossen, die in den Teams eingesammelte freiwillige DBB-Umlage (alle SpielerInnen zahlen die DBB-Gebühr für Ihren Spielerpass selbst) nach dieser Saison auslaufen zu lassen.
Für alle, die nicht bei der Abteilungsversammlung waren, möchte ich die Begründung zusammenfassen.
Basketball war und ist die teuerste Abteilung im Verein. Von dem Gesamtetat aller Abteilungen zusammen verbrauchen wir mit 22.300 € ein Achtel. Dabei stellen wir gerade mal ein sechzehntel aller Mitglieder des Vereins: Aufgrund unserer Mitgliederstruktur (70% Jugendliche, Auszubildende etc.) erbringen unsere Beiträge gerade einmal die Abteilungskosten. Für die Halle und deren Erhalt und Reinigung, Licht, Wasser, Gas etc. tragen wir nichts bei. Aber dafür sind wir in einem Verein, indem die Kosten auf alle Vereinsmitglieder umgelegt werden.
Alle können in den LN auch von unseren sportlichen Erfolgen lesen, so dass der Verein in der Öffentlichkeit regelmäßig positiv auffällt. Wir sind und das besonders die erste Herren ein Aushängeschild des Vereins, das seine Mitgliederzahl in den letzten Jahren von 170 auf 220 steigern konnte. Im Landesverband holen wir jetzt mit schöner Regelmäßigkeit min. 2 Meistertitel. Diese Erfolge erringen insbesondere, weil wir uns seit vier Jahren einen hauptamtlichen Trainer leisten, der uns mit seinen vielfältigen Tätigkeiten (Minis, U14, Herren und Schul-AGs) sowohl in der Breite wie in der Spitze vorangebracht hat. Gleichzeitig haben wir dem leider immer mehr abnehmenden Interesse an der ehrenamtlichen Trainertätigkeit entgegengewirkt, da der Trainer, derzeit Steve, auch junge Trainer auswählt und ausbildet.
Für diesen zusätzlichen Vollzeitangestellten des Vereins wurde ein Basketball-Projekt genanntes Konto geschaffen. Finanziert werden sollte dieser Arbeitsplatz durch Spenden und Sponsoren, unsere DBB-Umlage, einen neu gegründeten Förderverein, Mittel der Schulen und des Landessportverbandes. Zusätzlich hat uns der Verein eine Anschubfinanzierung gewährt. Wir konnten zwar Jahr für Jahr ca. 12.000 € Senden und Sponsorengelder (wenn sich mehr Leute engagiert hätten, wäre auch mehr drin gewesen) einwerben, andere Einnahmen entwickelten sich nicht so gut. Die Schul-AGs z.B. brachten nie die Erlöse ein, die zur Kostendeckung nötig gewesen wären. Bei der DBB-Umlage verweigerten sich einzelne Mitglieder oder ganze Teams oder das Einsammeln wurde einfach verschlampt. Da dies im höchsten Grade ungerecht und unfair ist, wird diese Umlage auch abgeschafft. Da es auch bei anderen Posten Einnahmeausfälle gab, wurde aus der Anschubfinanzierung ein stetig wachsender Minusbetrag, den der Vorstand nicht mehr akzeptieren und finanzieren konnte. Und dies obwohl der Vorstand unsere gute Arbeit anerkennt und deren Fortsetzung wünscht. Trotzdem drohte das AUS für die Trainerstelle und auch die damit verbundene FSJ-Stelle.
Um die Kosten zu reduzieren, hat Steve der Abteilung und dem Vorstand angeboten, sich selbstständig zu machen und zukünftig als Honorartrainer für uns zu arbeiten. Schul-AGs und Camps wird er in Kooperation mit uns durchführen, aber ohne finanzielle Beteiligung des Vereins. Damit verringert sich seine Arbeitszeit beim Verein und die damit verbundenen Kosten für uns deutlich. Er wird aber weiterhin die gleiche Anzahl Teams für uns trainieren und ausbilden. Bei der Finanzierung bleibt uns aber eine Lücke von 5.500. Auf der Abteilungsversammlung wurden diverse Möglichkeiten diskutiert, wie das Geld aufgebracht werden kann. Verlässlich und sofort wirksam ist aber nur der Vorschlag eines Abteilungsbeitrages. Die Vorschläge aus dem Bereich Werbung und Sponsoren bieten ein Tätigkeitsfeld für alle. Ich bin gespannt. Mit der Abschaffung der DBB-Umlage brauchen wir, wenn es uns gelingt im gleichen Maße Spenden und Sponsorengelder einzusammeln, ca. 7000. Mit dem Spartenbeitrag können wir dies Geld für eine weitere Fortentwicklung der Basketballabteilung durch eine fachlich hervorragende Arbeit aufbringen.
Ich danke Euch für Eure Bereitschaft und stehe für Fragen z.B. beim Qualiturnier der U14 am 01.05.2010 gerne zur Verfügung.
Christian Blumenthal
Abteilungsleiter LT-Basketball Lübeck-Lynx